Aktuelles

Doemens Neubau: Wegweisender Schritt in die Zukunft

Die Doemens Akademie hat die Weichen für das Neubauprojekt „Doemens 2020“ mit einem Grundstückskauf gestellt. Mit Unterstützung der Gemeinde Gräfelfing ist es möglich gewesen, am 16. Dezember 2016 den entsprechenden Notarvertrag zu unterzeichnen. Am 31. Januar 2017 hat der Gemeinderat der Kommune dem Grundstückskauf einstimmig zugestimmt. Die Investitionskosten für den Erwerb des über 5.000 qm großen Areals an der Lohenstraße belaufen sich auf etwa 3,3 Millionen Euro.

Doemens, eine der renommiertesten und weltweit anerkanntesten Aus- und Weiterbildungsstätten im Bereich der Bier-, Getränke- und Lebensmittelindustrie, verzeichnet seit Jahren in allen Unternehmensbereichen ein deutliches Wachstum. Allein in den letzten vier Jahrzehnten hat die Akademie über 3.000 Absolventen in Gräfelfing ausgebildet, die als Führungskräfte in der Getränke-Produktion, der Zulieferindustrie, im Handel, aber auch der Pharma- und Umweltbranche, weltweit hohe Anerkennung genießen.

Dies ist aber nur möglich, weil bei der Wissensvermittlung eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis gelebt wird. Hochqualifizierte Mitarbeiter schulen die Studierenden nicht nur theoretisch, sondern sorgen auch für eine zeitgemäße und praxisnahe Ausbildung in den umfangreichen Labor- und Technikumsanlagen.

Dafür ist aber ein hoher spezifischer Raumbedarf vonnöten, der in den jetzigen Räumen an der Stefanusstraße nicht mehr gegeben ist. „Die führende nationale und internationale Stellung in der Aus- und Weiterbildung technischer Führungskräfte kann Doemens nur dann einnehmen, wenn die Ausbildung mit neuesten Technikums- und Laboranlagen erfolgen kann. Eine Erweiterung der räumlichen Gegebenheiten ist damit notwendig und unabdingbar“ stellt Georg Schneider, Präsident des Doemens e.V., fest.

Im Rahmen des Projektes „Doemens 2020“ wurde eine umfassende Standortsuche für einen Neubau im Umland von München vorgenommen. Nachdem Anfang 2016 ein Grundstück an der Lohenstraße verkauft wurde, hat die Gemeinde Gräfelfing das Vorkaufsrecht für dieses Grundstück für Doemens gezogen. Dieser Schritt war die Basis für den Verbleib von Doemens in Gräfelfing. In nachfolgenden intensiven Verhandlungen zeigten sich sowohl der ursprüngliche Käufer des Grundstücks, die Stauch Wohnbau GmbH, als auch die Gemeinde Gräfelfing sehr kompromissbreit, was in einem erfolgreichen Abschluss eines gemeinsamen Notarvertrages mündete.

„Gräfelfing hatte für Doemens bei der Grundstückssuche oberste Priorität, denn unsere Studierenden, unsere Mitarbeiter und unsere Kunden fühlen sich hier sehr gut angenommen“, zeigt sich Präsident Georg Schneider zufrieden. Dem pflichtete Bürgermeisterin Uta Wüst vollumfänglich bei: „Es ist schon etwas Besonderes, mit Doemens eine internationale Institution seit über 100 Jahren bei uns im Ort zu haben. Da sind wir durchaus stolz als Gräfelfinger und das war für uns auch Antrieb, uns für den Verbleib von Doemens in Gräfelfing einzusetzen.“

Die Erweiterung der Nutzflächen stellt auch einen wesentlichen Erfolgsfaktor für den Ausbau der weiteren Doemens-Aktivitäten dar. Neben der Lehre bilden die Bereiche Seminare, Genussakademie (mit der Biersommelier- und Wassersommelier-Ausbildung) sowie Beratung und Dienstleistungen ein umfangreiches und werthaltiges Angebot, das durch den Neubau weiter intensiviert und ausgebaut wird.

Doemens 2020: Der weitere Zeitplan
Die weiteren Schritte bis zum Bezug des neuen Gebäudes sind zeitlich eng getaktet. 2017 starten die öffentlichen Ausschreibungen für die Architekten und Fachplaner. Bis zum Herbst soll eine Vorplanung erstellt sein, auf deren Basis die Gemeinde Gräfelfing die Aufstellung des Bebauungsplanes vornimmt. Auch diese Schritte werden „Hand-in-Hand“ zwischen Doemens und der Gemeinde Gräfelfing erfolgen.

Im zweiten Halbjahr 2018 soll der Bebauungsplan veröffentlicht werden und eine Baugenehmigung für den Neubau vorliegen. Dies bedeutet dann den Start für die Ausschreibungen und den Bau. Bei einem planmäßigen Verlauf ohne Verzögerungen ist ein Einzug in das neue Gebäude an der Lohenstraße inklusive hochmodern ausgestatteter Labor- und Technikumsanlagen Anfang 2021 realistisch.